Begeisternd. Ein wahrhaftes Spektakel in fließender Symphonik.”

— Fabian Ober, Badische Zeitung über die ZEITGEISTERBAHN

Mark Scheibes komplexe Musik legt Wunden offen.”

— Elisabeth Maier, Theaterkritik über ZAUBERBERG

Würde Tony Bennett auf deutsch singen, hätte er dieses Album gemacht.”

Heiner Knapp, Radio Berlin über LIEDER FÜR DEN SPÄTEN ABEND

Nach einem Mark Scheibe-Konzert geht man mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause.”

— Bärbel Radisch, Weser Kurier

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INS DUMONT, INS DUMONT! 

Hier ist das Lied fürs Dumont in Aachen – am Sonntag, dem 4. Dezember um 20 Uhr 30 geht es los mit dem Konzert. Wer in der Mailingliste ist und mir eine kurze Nachricht schreibt, bekommt Geschenke.


Zur Mailingliste geht es da oben, bei "4 Songs umsonst".

Was ist Popmusik? 

Berlin-Mitte, Auguststraße, Spiegelsaal von Clärchens Ballhaus, Premiere der großen Mitsingshow SING DE LA SING von Cem Süzer und Gunter Papperitz. Herrlich ausgelassene Atmosphäre, ein Hit nach dem anderen, die Texte werden projeziert, ich kenne kaum ein Lied. Aber alle anderen scheinen genau zu wissen, wo's lang geht und lassen sich von Cems einnehmenden Vortrag zu Gunters Klavier widerstandslos zum Mitsingen verführen. Sehr schön sogar, ausdrucksvoll und mit Freude. Ich bin beeindruckt, dass Songs von Adele, Justin Timberlake, Chaka Khan, Pharell Williams einen so starken Konsens bilden. Die Stimmung ist wirklich erstklassig und am 23. November gibt es die zweite Show mit neuem Programm. 
Seit dieser Show denke ich über Songs nach, warum sie "funktionieren". Ich hab schon ein paar hundert Songs geschrieben, hab aber trotzdem das Gefühl, keine Ahnung zu haben. Aber ich versuch, das zu verstehen und habe ein paar Gedanken gesammelt, erstmal zu zwei poulären Etiketten:

POP 
Der Chorus als Fetisch. 

Verherrlichung eines abenteuerlichen Lebensgefühls. ("Mach alles anders") 
Immer wieder mal neue Erfindungen in Sound und Gestaltung. 
Das Lebensgefühl als Fetisch (Chorus), um den die Strophen kreisen wie Sektenmitglieder um ihren Totem. 
1. und 2. Strophe unterscheiden sich nur in ihrem Inhalt, nicht in ihrer Gewichtung. Wenn es eine Bridge gibt, kommt in ihr kurz eine andere Perspektive auf den Fetisch zur Anwendung. Bedeutungsschwangere Bilder und Metaphern. ("Geboren, um zu leben”, “Keiner weiß mehr wie er aussieht - oder wie er heißt”) 

SCHLAGER 
Das Fest der Geborgenheit.

("Es ist gut, wie es ist") 
Vorsichtige Adaption innovativer Pop-Produktionen mit einer durchschnittlichen Verzögerung von 8-10 Jahren. Logische Textführung, verständliche und bekannte Metaphern und Bilder. ("Wie ein Fisch im Wasser", "im siebten Himmel")

Es ist doch immer wieder schön, wenn man etwas ordnen kann – verzeiht mir die Schlaumeierei. Und geht zu SING DE LA SING am 23. November in Clärchens Ballhaus.

Inspiration und Begegnung 

Dieses Internet ist schon sehr abenteuerlich. Bei aller digitalen Kälte öffnet sich manchmal ein Kanal, durch den mehr fließt, als Daten ausdrücken können.

Gelegentlich frage ich auf meiner Facebookseite nach Wörtern und lasse mich von ihnen zu Musik verführen. (Auf diese Weise ist die Hälfte meines in ein paar Wochen erscheinenden Albums entstanden) – und vor ein paar Tagen dieses Meisterwerk großstädtischer Haltungskunst. So hat Manuel Klein mit seinem Wunsch, die Begriffe SALZ und LAVENDEL zeitgemäß zum Klingen zu bringen, die Tür für die Melodie geöffnet, die mir flugs in den Schoß fiel. Angelika Westphal brachte den ZAUBER und die NORDSEE ins Spiel und Petra Lukowiak-Hauser die UNBEQUEMEN SCHUHE. Ich war selbst überrascht, wozu das verleitete und fühlte mich wie ein Medium, das in Trance Botschaften aus dem Jenseits in die Welt bringt. Ab Sekunde 33erklingt ein großspuriges orchestrales Arrangement mit Reminiszenzen an Alban Berg, gesungen im Geiste Peter Alexanders.

CXCI ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT 

EIN TAG EIN LIED

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Mireille hat heut Geburtstag
und Katjas Hund ist nicht mehr da.
Einiges ergibt sich, wenn
Antjes Papa seinen Fünfundsiebzigsten
in aller Ruhe feiert.

Ich stehe und man sieht es mir nicht an,
wie am Ende ich gerad bin.
die Sprache macht den Ton.
Der Ton macht die Musik
und ich bin sowas von k.o.,
ich trink ein letztes Glas Bordeaux
im Imbiss, der die Kunst bereitstellt
zur Nacht bei schönstem Candlelight,
Welt, meine Welt, wie bist du weit,
ich tauch durch jeden kleinen Teich,
den du mir auf den Weg legst.
und fühl mich manchmal wie der Frosch,
dessen Lebenslicht erlosch
angesichts des Schwunds des Sinns,
wie gut, dass ich der Frosch nicht bin.

Zurück in die Zukunft,
wo die Langeweile stirbt.
Zurück in die Zukunft,
wo aus dem Herbst der Sommer wird,
wo meine Seelenmutter wohnt
im kastanienschönen roten Himmel.

 

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